Du befindest Dich hier: home / Gratis-Workshops / Das Bausteinprinzip

Das Bausteinprinzip

 

Schnellfinder:

 

Vorwort

 

Auf das Bausteinprinzip bin ich gestoßen, als ich meine Fähigkeiten im Notenlesen perfektioniert habe.

Es ist ein System, mit dem man Noten sehr schnell lesen kann, den Sinn und Klang der Noten schneller versteht und sich andersherum auch Musik leicht in Noten vorstellen kann. Letzteres hat einen unglaublich großen Nutzen für Musiker. Wenn ihr euch Rhythmen, die ihr, eure Mitmusiker oder eure Lieblingsbands live oder auf CD spielen beim Hören in Notenform vorstellen könnt, werden die akustischen Signale sozusagen in Stein gemeißelt und so lassen sie sich viel besser verarbeiten.

 

Eine klangliche Idee, die euch vorschwebt oder die ihr gehört habt ist schlecht greifbar. Wenn ihr hingegen das Notenbild im Kopf habt, könnt ihr damit alles machen:

  1. ihr könnt die Noten ganz langsam oder ganz schnell spielen
  2. ihr könnt sie verändern und etwas daraus machen
  3. ihr könnt darüber mit anderen reden
  4. ihr könnt sie aufschreiben, auf dem Computer speichern und sie über Jahrzehnte aufbewahren

Wenn ihr die Idee nur im Kopf habt ohne genau zu wissen, wie sie in Notenschrift aussieht und ihr wollt...

  • 1., dann habt ihr das Problem, dass die Idee langsam oder schnell ganz anders klingt. Dann seid ihr euch unsicher, ob es überhaupt noch eure Idee ist oder ob sie langsam/schnell nicht eigentlich ganz anders klingen müsste und oft passiert es dann, dass ihr nicht mehr wisst, wie die Idee im Originaltempo klang und weg ist sie...
  • 2., dann ist es schwierig, hier und da eine Note wegzulassen oder dazu zu nehmen, weil ihr ohne genaues Notenbild nicht 100% sicher wisst, ob ihr an der richtigen Stelle etwas verändert habt und ob der Rest wirklich original geblieben ist.
  • 3., dann singt ihr den Anderen etwas vor und jeder versteht etwas anderes. Ihr redet dann nicht über dieselbe Sache und so was geht immer schief! Wie wollt ihr auch mit euren bescheidenen gesanglichen und physischen Fähigkeiten jemandem einen richtigen Schlagzeugrhythmus vorsingen?
  • 4., dann habt ihr das Problem, dass sich Musik im Kopf immer viel schlechter merken lässt, als aufgeschriebene Noten. So schön der Rhythmus auch sein mag, den ihr im Kopf habt - mit 90%iger Sicherheit ist er nach 10 Jahren vergessen.

Musik wird nun mal nicht in Worte gefasst, sondern in Noten.

Viele sind aber der Meinung, mehr Gefühl für Musik zu haben, wenn sie nicht über die Noten nachdenken, sondern sich ganz dem Klang und der Wirkung widmen.

Man kann aber beides - wissen, was man da genau macht UND auf Ausdruck und Stimmung achten. Ich würde sogar noch weiter gehen und behaupten, dass man langfristig noch mehr Gefühl in seine Musik legen kann, wenn man sich eben nicht nur der Praxis, sondern auch der Theorie bewusst ist. Die Musiker, die auf der Welt die größte, gefühlvollste Musik spielen, sind auch meistens die, die weltweit am meisten Ahnung von Noten haben - nämlich die Philharmoniker und andere Orchestermusiker.

Sträubt euch also um Himmels willen nicht so vor den Noten - es lohnt immer, sich damit zu befassen und es hat auch noch nie einer bereut!

 

Crashkurs im Notenlesen >>